Die Schweiz hat seit Oktober 2023 150 Millionen Franken an humanitärer Hilfe für Palästina bereitgestellt, beherbergt in Genf die Genfer Konventionen und den europäischen Hauptsitz von UNRWA und trägt jährlich etwa 20 Millionen Franken zum Budget des UN-Hilfswerks für palästinensische Flüchtlinge bei. Dennoch erkennt die Eidgenossenschaft den Staat Palästina nicht an. Ein Blick auf eine komplexe Beziehung zwischen erstklassigem humanitärem Engagement und bewusster diplomatischer Neutralität.
Die Schweiz nimmt eine einzigartige Stellung in der Geschichte des israelisch-palästinensischen Konflikts ein — nicht als politischer Akteur, sondern als Hüterin des humanitären Völkerrechts und bedeutende Finanziererin der Hilfe für Palästinenser. Diese Beziehung zu verstehen bedeutet zu verstehen, warum Millionen von Schweizern für Palästina eintreten, während sie in einem Land leben, das sich offiziell weigert, es anzuerkennen.